ZERMA PM
Die Prallscheibenmühlen der PM-Baureihe sind schnelllaufende Zentrifugalmühlen, die vornehmlich in der Feinvermahlung von Mahlgut oder Primärware für die Rohr-, Profil- oder Plattenextrusion sowie im Rotomoulding zum Einsatz kommen.




Allgemeine Beschreibung
Das auf ca. 6 mm vorzerkleinerte Mahlgut (oder auch Neuware) wird über eine pneumatische Dosierrinne aufgegeben und zwischen der feststehenden und rotierenden Scheibe feinvermahlen. Das Material hat eine Endfeinheit von quasi 100 % kleiner / gleich 1 mm.
Die Zentrifugalkraft trägt zusammen mit einer pneumatischen Absaugung das Material aus dem Mahlbereich.
Dabei werden Feinheiten von kleiner / gleich 1 mm erreicht. Unter Verwendung einer optionalen Siebmaschine ist es möglich, die maximale Obergrenze der Endfeinheit zu definieren. Der einstellbare Abstand der Mahlscheiben zueinander sowie die Verwendung von Mahlscheiben bzw. -segmenten mit verschiedenen Riffelungen nehmen gleichsam einen Einfluss auf die Mahlgutqualität.
Es stehen Scheiben mit Durchmessern von 300, 500 und 800 mm zur Verfügung.
Ein automatisches Kühlsystem kontrolliert permanent während des Mahlvorganges die Temperatur des Materials, um es nicht thermisch zu schädigen. Dabei wird die maximale Temperatur des Materials und die erforderliche Wassermenge zur Kühlung voreingestellt.
ZERMA PM-Details (Auszug)
Automatisches Kühlsystem
Am Austritt der Mühle wird die Temperatur des Mahlgutes erfasst. Falls die voreingestellte, maximale Temperatur überschritten wurde, wird Wasser direkt in den Mahlraum zerstäubt. In den meisten Fällen sinkt die Temperatur des Materials ab. Falls sich nicht der gewünschte Effekt einstellt, stoppt die pneumatische Dosierrinne die Zuführung.
Einstellung Abstand Mahlscheiben
Der Abstand zwischen der feststehenden und der rotierenden Scheibe wird mittels einer langen Fühlerlehre über 4 Kontrollpunkte eingestellt bzw. kontrolliert.
Regelventil Wassereindüsung
Das rechte Regelventil regelt den Druck der Wassereindüsung. Am daneben befindlichen Durchflussmesser kann die Einstellung der zuzuführenden Wassermenge vorgenommen werden.
Fronttüre
Bei Bedarf kann an der Fronttüre eine Wasserdurchlaufkühlung für die Statorscheibe angeschlossen werden (= Anschluss unten). Der obere Anschluss dient der Wassereindüsung zwischen den Mahlscheiben.
Option
Vor allem beim Rotomoulding gelten Obergrenzen bzgl. der Mahlgutqualität. Um eine max. Endfeinheit zu 100 % von beispielsweise 630 my garantieren zu können, ist die Verwendung einer Siebmaschine erforderlich. Das Feingut, das größer als die Obergrenze ist, wird zur Feinmühle für einen weiteren Vermahlungsprozess zurückgeführt. Die Rückführung erfolgt pneumatisch oder (zumeist) über eine Förderschnecke.
Option
Um die sensible Oberfläche der Mahlscheiben zu schützen, empfehlen wir die Verwendung eines vorgeschalteten Allmetallabscheiders. Er separiert zuverlässig metallische Verunreinigungen.
Baureihen
PM
| PM | 300 | 500 | 800 |
|---|---|---|---|
| Scheibendurchmesser (mm) | 300 | 500 | 800 |
| Antrieb (kW) | 22 | 55 | 90 |
| Option Mahlsegmente | - | + | + |
| Kühlung Statorscheibe | + | + | + |
| Kühlung Statorscheibe | + | + | + |
| Gewicht ca. (kg) | 800 | 1800 | 2500 |